Montag, 22. Februar 2010

blastbeat against humppa

mir ist eben noch ein sehr guter punkt eingefallen, der sich zu kritisieren lohnt. und zwar lautet eben jener: "musik, die vor sich hin dudelt, um gewisse alte bräuche wieder aufleben zu lassen und ihre hörer im glauben lässt, sie wäre absolut geil und endkrass eingespielt worden". kurz gesagt: damit meine ich den ganzen pagan, viking, medieval und folk metal-kram, den ich mir erbarmungslos schönsaufen muss, um ihn höchstens ansatzweise gut zu finden. auf musikalischer ebene, versteht sich. textlich bewegt sich das ganze schon auf niedrigerem niveau, beziehungsweise ist die botschaft dahinter mehr als belächelnswert. wer alte rituale, längst vergangene zeiten, vergessene schlachten, blut, ehre, möglichst viele verluste auf gegnerischer seite, heldentode, den kampf gegen die christen, bzw. die völlige vernichtung derer, und / oder den untergang des heidentums besingt, verdient von mir nicht mehr als mitleid. na gut, das mitleid gibt's gratis...

ich für meinen teil bin ein großer freund des grindcore, denn dieser hat wenigstens sinn in den lyrics. mal so ordentlich dampf ablassen gegenüber den dingen, die einen so richtig anpissen, dies und jenes kritisieren, alles ablehnen was diese existenz so schlecht macht, die welt und gesellschaft zu ändern versuchen, sodass diese wieder lebenswert werden und weiteres. darüber hinaus ist grindcore musikalisch ja wohl einfach nur arschtretend! und wer's noch nicht bemerkt hat: wir leben im hier und jetzt; die vergangenheit sollte man, zumindest überwiegend, einfach ruhen lassen. darum lasst euch gesagt sein: früher war auch nicht alles gut und heutzutage sieht's noch schlimmer aus.


- jules // ballerboost

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